Aufbruch zu dir

Homebase

"Wandern führt dich bestenfalls so weit von dir weg, dass du dir neu begegnen kannst",

 

meinte Florian Werner, und wer gern in der Natur ist, wird das wahrscheinlich bestätigen können.

Was in der Natur so einfach ist, scheint im Alltag eher weniger...äh... erquickend, oder? Was heißt denn da "weg von mir? Schließlich haben wir unsere Standpunkte. Da bleiben wir ganz gern mal dort, wo es heimelig und bequem ist, in unserer persönlichen Homebase. Und dann, wenn wir doch mal lieber aufbrechen würden, wenn wir alte Muster hinter uns lassen möchten und uns nach etwas Neuem, Frischem, nach Leichtigkeit und Klingklang sehnen, dann ist es gar nicht so leicht.

Katzenkloaffaire

Lea zum Beispiel würde ganz gern mal weit von sich weg wandern, um sich neu zu begegnen. Besonders dann, wenn es um die Causa Katzenklo geht. Lea ist nämlich grundsätzlich ein ganz feiner und lieber Mensch und von recht ausgeglichenem Gemüt. Nur, wenn ihr Blick auf das Katzenklo fällt, und sie dort Hinterlassenschaften der Katze entdeckt, dann wird sie zum Berserker. Es ist nämlich Annas Job, das Katzenklo zu pflegen, schließlich gehört ihr ja auch die Fellnase. Ein sauberes Katzenklo ist Lea ein Anliegen und als feiner und lieber Mensch teilt sie das auch in regelmäßigen Abständen mit, inklusive der flehentlichen Bitte, Anna möchte sich darum kümmern.

 

Vielleicht versteht Anna unter der Sauberkeit des Katzenklos etwas anderes als Lea, oder unglückliche Gewohnheiten der Katze mögen dazu führen, jedenfalls ereilt Lea beim Anblick der Hinterlassenschaften ein dramatischer Gedanke: „Anna nimmt mich nicht ernst“. Dieser führt dann zu einem Zornesausbruch, der sich über Anna entlädt sobald sie den Kopf zur Tür herein steckt. So ein Ausbruch führt zwar nicht zu einem sauberen Katzenklo, aber zu jeder Menge Schuldgefühle, denn Lea sind diese Ausbrüche wahnsinnig unangenehm.

 

3 Fragen für den frischen Wind

Wer sich wie Lea gern mal frischen Wind in Herz und Hirn bringen würde und sich ein Ausflug in die Natur gerade nicht einrichten lässt, könnte es mit einem Gedankenspiel versuchen, zu dem die Ärztin und Therapeutin Luise Reddemann die Idee hatte.

 

Dazu nimmst du dir einen Gedanken vor und erkundest, ob dieser für die jetzige Situation (noch) passt und dich weiterbringt. Wenn es dir sinnvoll erscheint, kannst du dir – möglichst neugierig und achtsam - dazu folgende Fragen stellen:

1. Ist der Gedanke realistisch?

2. Hilft dir dieser Gedanke dabei, dich wohler zu fühlen?

 3. Ist dieser Gedanke hilfreich, um dein Ziel zu erreichen?

 

👉 Lautet deine Antwort auf eine dieser Fragen „nein“, könntest du andenken, den Gedanken ein wenig zu verändern.

Schon während du deinen Gedanken achtsam betrachtest, tust du etwas Neues und lässt das Gewohnte hinter dir. Es gehört vielleicht ein wenig Mut dazu, aber sich von sich selbst wegzubewegen, um sich neu zu begegnen, wäre möglicherweise ein Abenteuer wert.

💛

Die Autorin Petra Ouschan ist psychologische Beraterin, Kursbegleiterin und Supervisorin bei Zent und unsere hauseigene Spezialistin für schriftliches Coaching.

 


Darf's ein bisschen mehr sein?

Lass uns gemeinsam durchstarten...

Vielleicht möchtest du ja mit uns  gemeinsam auf Wanderschaft gehen. In unserem Kurs "RESTART - ein Workshop in Achtsamkeit" brechen wir auf, um uns selbst und die Welt neu zu entdecken.

 

Hier kannst du mehr darüber erfahren.


Heimspiel

Wenn es mal besonders effizient gehen soll, unterstützt dich Thomas kompetent in unserer Praxis in Schlitters durch:

Begegnungs(plus)punkt

Möchtest du professionelle Unterstützung bei deinen Themen, spielen Entfernungen keine Rolle, denn Petra wandert mit dir via Mail um die ganze Welt, wenn es sein soll.